RDG.ENERGY

REEM-Prinzip

Sicher und effizient Erdöl fördern

Bei der Erdölförderung setzt die RDG das REEM-Verfahren ein. Dieses Vorgehen erlaubt es, den Hightech-Rohstoff Erdöl effizient, im Kontext einer heimischen und dezentralen Energieversorgung und mit minimalem Eingriff in die Landschaft zu fördern.


Regionale Direktnutzung

Erdöl ist ein unersetzlicher High-Tech-Rohstoff für die heimische chemische Industrie. Regionale Unternehmen erzeugen daraus Roh- und Grundstoffe für die weiterverarbeitende Industrie. Diese sind die Basis für unzählige Alltagsgegenstände und sichern den Erfolg verschiedener Industriebranchen in Deutschland. Die Förderung des High-Tech-Rohstoffs Erdöl durch die RDG ist Vorbedingung für die vielfältigen Kunststoffe, die Grundbestandteil hochwertiger, weltweit eingesetzter Erzeugnisse aus heimischer Produktion sind.

Ein Beispiel sind moderne Wärmedämmverbundsysteme die weltweit an Relevanz gewinnen. Sie bieten große Chancen, Energie einzusparen. Je besser die Dämmung, desto weniger Energie ist für ein angenehmes Raumklima erforderlich. Moderne Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus mehreren Kunststoffen und verschiedenen Materialkomponenten, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Besonders wichtig ist die starke Haftung der Isoliermaterialien auf dem Untergrund. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein polymeres Dispersionspulver, mit dem ein innovativer Klebemörtel erzeugt wird.

Dieser gleicht Unebenheiten des Untergrundes aus und schafft gleichzeitig eine dauerhafte Verbindung zwischen Wand und Dämmplatte. Sowohl das Dispersionspulver als auch die Wärmedämmplatte selbst werden auf Kunststoffbasis hergestellt, aus Vinylacetat, Ethylen und Polystyrol-Hartschaum. All diese Kunststoffe werden aus heimischem Erdöl produziert und finden sich in Bauprojekten überall auf dem Globus wieder.

Darüber hinaus wird das heimische Erdöl dazu genutzt, Verpackungsfolien, Bodenbeläge, Dichtungen, Schläuche, Schaumstoffe für Matratzen, Autositze und Sitzmöbel herzustellen. Weitere Einsatzgebiete der gewonnenen Kunststoffe sind das Material für Getränkeflaschen und die Verpackungen für Lebensmittel und Kosmetika.

Effiziente Förderung

Mithilfe modernster Techniken lässt sich der High-Tech-Rohstoff Erdöl effizient fördern. Die RDG verfügt dazu über eine langjährige Expertise. Der gesamte Förderprozess läuft heute mit deutlich weniger Ressourceneinsatz ab und führt u.a. damit auch zu einem optimalen Energieeinsatz.

Sobald ein Ölfeld angetroffen ist, gilt es, das Bohrloch auszuzementieren und ein Steigrohr zu installieren. Zunächst fließt das Erdöl der Lagerstätte durch den natürlichen Druck dort von alleine an die Oberfläche. Über dem Bohrloch werden Eruptionskreuze mit Ventilen und Druckmessern befestigt, um das Erdöl kontrolliert in Sammeltanks abzufüllen. So lange der natürliche Druck der Lagerstätte ausreicht, strömen Öl und Begleitgas ohne Hilfsmittel nach oben. Wenn der Druck zu stark nachlässt, unterstützen verschiedene Techniken den Aufstieg des Öls.

Um den Entölungsgrad von Lagerstätten zu verbessern, wird oftmals Wasser in diese gepresst. Das verhindert, dass Hohlräume entstehen und treibt das Öl durch den dabei entstehenden Druck in Richtung Bohrloch. Die jahrzehntelangen Erfahrungen der RDG-Muttergesellschaft RAG führen mittlerweile in verschiedenen Projekten ans Ziel, wertvolle Rohstoffe zu gewinnen. Gemeinsam mit internationalen und regionalen Partnern und unter Einsatz erprobter Technologien erschließt das österreichische Unternehmen Vorkommen in kleineren und mittelgroßen Lagerstätten. Insgesamt hat sie von ihrer Gründung bis heute mit mehr als 1.200 Bohrungen über 2 Millionen Meter weit in die Tiefe gebohrt.

Erneuerbare Energien-Nutzung

Die Gewinnung von Erdwärme – eine der zukunftsträchtigsten und nachhaltigsten erneuerbaren Energien –  lässt sich mit der Erdölförderung verbinden. Erdwärme ist zuverlässig und zu stabilen Preisen rund um die Uhr für den Verbraucher verfügbar. Bohrungen, die in Schichten bis zu 2.100 Meter reichen, sind bestens dazu geeignet, die hohen Temperaturen aus der Tiefe zu nutzen – denn pro 100 Meter Tiefe nimmt die Temperatur in Mitteleuropa um etwa 3 °C zu.

Die RDG leistet mit Energieprojekten wie diesem einen beispielgebenden Beitrag zur Integration der klassischen Energiegewinnung in die erneuerbare Energiewelt. Die Erfahrung zeigt, dass in einer Tiefe von 2.100 Metern durchschnittliche Temperaturen von 75 °C vorherrschen. Diese Tiefentemperatur eignet sich, um mit einer „Tiefen Erdwärmesonde“ (TEWS) Erdwärme aus dem Untergrund zu Tage zu fördern. Hier ist der Wirkungsgrad wesentlich besser als bei oberflächennahen Erdwärmesonden, die beispielsweise für Einfamilienhäuser eingesetzt werden.

Das Prinzip dahinter: In einem geschlossenen System wird Wärme, die im Gestein enthalten ist, mittels aufbereitetem Wasser an die Oberfläche gefördert. Ein Wärmetauscher sorgt dafür, dass dem erwärmten Wasser die Energie entzogen wird. Anschließend wird das abgekühlte Wasser in den geschlossenen Kreislauf in die Tiefe zurückgeführt. Dadurch entsteht ein Kreislauf erneuerbarer Energie. Die gewonnene Wärme wird über unter- oder oberirdische Verbindungsleitung in ein Fernwärmenetz eingespeist oder an einen anderen Abnehmer z. B. an ein Thermalbad geliefert.

Die Gewinnung von Erdwärme mithilfe der „Tiefen Erdwärmesonde“ stellt eine der modernsten Partnerschaften zwischen klassischer Energiegewinnung und Erneuerbaren Energien dar – ein wichtiger Schritt zu einer dezentralen, unabhängigen Energieversorgung der Zukunft.

Minimaler Eingriff in die Landschaft

Modernste Techniken ermöglichen es, eine Bohrung (Dauer ca. 6-8 Wochen) ohne Beeinträchtigungen für Landschaft und Anwohner durchzuführen. Die Bohrung läuft kaum sichtbar, ohne Lärmbeeinträchtigung und mit einem minimierten Flächenbedarf ab. So wird das ökologische System geschont und der Alltag der Bürger in der Region vom Projekt nicht gestört.

Der Platz, der während der Förderung benötigt wird, umfasst eine Größe von ca. 10.000 m2. Das entspricht der Fläche von zwei Fußballfeldern. Der Förderplatz ist eingezäunt und asphaltiert. Während der Förderung befinden sich Gebäude mit einer Höhe von 2 Metern auf dem Förderplatz. Das geförderte Öl wird mit Lastkraftwagen in Raffinerien vor Ort befördert.

Die Förderung des Erdöls läuft nahezu lautlos ab. Es besteht ebenso keinerlei Risiko, dass Natur und Tiere in der Umgebung durch die Lautstärke in ihrem natürlichen Leben gestört werden.

Nach Abschluss der Förderung wird das Gelände renaturiert. Danach erinnert nichts mehr an die Bohrung.

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